Donnerstag, 8. September 2016

Die nächste Aufholjagd des PoLe Racing Teams - Barcelona 2016

Pressemitteilung PoLe Racing Team
Nachschau 24 Stunden-Rennen Barcelona, 3.&4. September 2016

Die nächste Aufholjagd des PoLe Racing Teams
Weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt

Der fünfte von sechs Läufen zur internationalen 24h-Series, das 24 Stunden-Rennen von Barcelona, endete für das PoLe Racing Team mit dem sechsten Platz in der Klasse und dem 13. Gesamtrang. Zwei Kollisionen und daraus resultierende Reparaturarbeiten am Audi R8 LMS verhinderten eine bessere Platzierung. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Ingo Vogler (Schalksmühle), Gustav Edelhoff und Max Edelhoff (beide Hemer) zeigten einmal mehr mit ihrem beeindruckenden Willen vom 39. Gesamtrang aus im Feld der 64 Starter eine großartige Aufholjagd. Das Quintett drehte 604 Runden, welches einer Distanz von 2812 Kilometern entsprach.


Die Sauerländer Mannschaft reiste hochmotiviert nach Katalonien. Nach dem bisherigen überwiegend positiven Saisonverlauf sollte das nächste Klassenpodium und Top-Ergebnis im Gesamtklassement eingefahren werden. Das Team entschied sich aus strategischen Gründen für die Wertung in der Amateurklasse, um mit mehr Tankinhalt und weniger Gewicht 1,5 Stunden lange Stints fahren zu können. Eine Rundenzeit von 1.55 Minuten durfte hierbei aber nicht unterschritten werden. Mit einer Qualifikationszeit von 1.55,826 Minuten wurde das Rennen vom 22. Startplatz aus aufgenommen. „Wir konnten im Training ein hervorragendes Set-Up fürs Rennen erarbeiten“, sagte Johannes Kirchhoff. „Außerdem haben wir sehr intensiv Fahrerwechsel geübt, um auch hier noch ein paar Sekunden einzusparen.“


Grimm übernahm die Rolle des Startfahrers und konnte bereits in der Anfangsphase zahlreiche Plätze gutmachen. "Wir hatten im Audi eine Cockpittemperatur von 60 Grad. Das stellte die Fahrer vor eine große körperliche Herausforderung“; sagte Grimm. „Aber es lief gut und ich überstand die hektische Anfangsphase ohne einen Kratzer am Audi.“

Ab der dritten Rennstunde setzte sich das PoLe Racing Team in den Top Ten des Gesamtklassements fest. Boxenstoppbedingt führten die Ergebnismonitore den 500 PS-starken Boliden phasenweise auf dem vierten Gesamt- und ersten Klassenrang, Tendenz steigend. „Die Strecke ist  für den Nacken aufgrund zweier sehr lang gezogener Rechtskurven sehr anstrengend“, sagte Max Edelhoff. „Aber sie hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Während der Code 60-Phasen fehlte einem leider der Fahrtwind, dann wurde es im Cockpit noch heißer.“


Nach zehneinhalb Stunden wurde Ingo Vogler unschuldig in eine Kollision verwickelt: „Ich folgte dem Hofor-Mercedes, wir wollten beide den IDEC-Mercedes überrunden. Als ich fast vorbeigezogen war, fuhr er mir auf die hintere Ecke. Ich drehte mich quer über die Strecke, anschließend kam es zur zweiten, leider deutlich heftigeren Kollision zwischen unseren beiden Fahrzeugen. Der IDEC-Fahrer hat sich später bei mir entschuldigt: Er hatte technische Probleme und achtete mehr auf sein Display als auf den Verkehr, er hatte mich einfach übersehen.“ Die anschließende Instandsetzung dauerte etwas mehr als eine Stunde. Kaum kehrte Vogler ins Rennen zurück, übersah ein 3er-BMW den 49-Jährigen und es krachte erneut. Weitere 25 Minuten Reparaturzeit waren die Folge.

„Ein großes Lob möchte ich der Mannschaft von Car Collection aussprechen, die uns einen perfekten Audi überlassen hat“, bedankte sich Gustav Edelhoff. „Das im Training erarbeitete Set-Up war wirklich perfekt. Die Rundenzeiten passten. Ohne die beiden Fremdkontakte wären wir mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Podium im Gesamtklassement gefahren und hätten die Klasse gewonnen.“

Vor dem Saisonfinale am 15. und 16. Oktober, dem 24h-Rennen im tschechischen Brünn, liegt das PoLe Racing Team weiterhin aussichtsreich in diversen Wertungen. Max Edelhoff hat in der Rookie-Wertung 19 Punkte Vorsprung und beste Chancen auf den Titel, zumal nur noch maximal 29 Zähler zu vergeben sind. Bei den GT3-Fahrzeugen liegt der PoLe-Audi weiterhin auf Rang zwei.



Die journalistische Nutzung und Veröffentlichung von Text und Bildern ist honorarfrei. Bitte nennen Sie bei den Fotos den Namen des Fotografen Klaus Kuhne

Mittwoch, 20. Juli 2016

Großartiges Rennen und unglaublicher Wille Paul Ricard

Pressemitteilung PoLe Racing Team
Nachschau 24 Stunden-Rennen Paul Ricard 16.-17. Juli 2016


Großartiges Rennen und unglaublicher Wille
Führung in der Teamwertung übernommen

Beim 24 Stunden-Rennen in Paul Ricard, dem vierten von sechs Läufen zur internationalen 24h-Series, kam das PoLe Racing Team mit dem Audi R8 LMS nach einer großartigen und vor allem kämpferischen Leistung auf den fünften Gesamtrang im Feld der 51 Starter und Platz zwei in der Klasse. Bis rund 100 Minuten vor dem Ende kämpften Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Ingo Vogler (Schalksmühle), Gustav Edelhoff und Max Edelhoff (beide Hemer) sogar mit um einen Podiumsrang im Gesamtklassement, ehe ein technischer Defekt für Probleme sorgte. 

Foto Klaus Kuhne
Das Quintett umrundete den 5,842 Kilometer langen Kurs in Südfrankreich 570 Mal, welches einer Distanz von 3.329,94 Kilometern entspricht und war im Ziel bestplatzierter Audi R8. In der Teamwertung für A6-Fahrzeuge hat das PoLe Racing Team jetzt die Führung übernommen, zusätzlich auch Max Edelhoff in der Rookiewertung. In der Meisterschaftswertung aller GT-Fahrzeuge verbesserte sich das Sauerländer Team auf den fünften Rang.

Foto Klaus Kuhne


Rund 1.40 Stunde Fahrzeit stand noch auf dem Programm, als Johannes Kirchhoff die Boxen ansteuerte. Die Mechaniker diagnostizierten eine defekte Lenkhilfpumpe, deren Instandsetzung mindestens zwei Stunden dauern würde. Einen ähnlichen Defekt hatte das Schwesterfahrzeug bereits in den Abendstunden erlitten. Aber sollte das das Ende aller Träume sein? Nach über 22 Stunden Fahrzeit, die das Sauerländer Team bis auf den zweiten Gesamtrang und Platz eins in der Klasse geführt hatten? Klare Entscheidung: Nein!
Foto Michel Ragache

Der großgewachsene und durchtrainierte Elmar Grimm kletterte ins Audi-Cockpit und nahm das Rennen wieder auf. Ohne Servolenkung, was bei einem über 500 PS-starken GT3-Boliden mit breiten Slickreifen eigentlich unmöglich ist. Vor allem für annähernd zwei Stunden Fahrzeit! Die Kommentatoren verpassten im Rahmen der TV-Liveübertragung dem 59-Jährigen die Spitznamen „Ironman“ oder „Popeye“. Als Grimm in der Folge konstant unter 2.20 Minuten und somit nur sechs Sekunden langsamer als die Spitze fuhr, kamen die Kommentatoren von Motors TV aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieser schier unglaubliche Kraftakt wurde schließlich noch mit dem guten Ergebnis belohnt.
 
Foto Creventic



Dabei begann das Rennen absolut planmäßig. Vom 15. Startplatz aus, absolvierte Ingo Vogler einen taktisch klugen Stint. Grimm übernahm planmäßig, beschädigte bei der Kollision mit einem Mercedes aber leicht die Audi-Front, was sieben Minuten Standzeit zur Folge hatte. Der PoLe-Audi rutschte von Platz acht auf 20 ab. Von da an lief alles nach Plan und alle fünf Piloten spulten schnell und fehlerfrei ihre Runden ab. Bei Einbruch der Dunkelheit war das Quintett schon wieder Zehnter, nach Sonnenaufgang Siebter. Im letzten Renndrittel war sogar das Podium erreichbar, denn die Ergebnismonitore führten den Audi R8 zweitweise sogar auf dem zweiten Gesamtrang!

Foto Creventic

„Ich hatte mir gedacht: Versuche es mal, vielleicht schaffe ich es“, schilderte Elmar Grimm. „Vor 20 oder 30 Jahren hatten Rennwagen nicht so gute Servolenkungen wie heute, und es hat auch funktioniert. Eineinhalb Stunden waren ganz schön lang, aber der Wille war stärker. Zumal ich ja am Samstagnachmittag für eine kleine Standzeit verantwortlich war. Ich bin froh, dass wir noch als Zweiter in der Klasse und Fünfter im Gesamt angekommen sind.

„In dem hochkarätig besetzten Feld konnten wir uns vom Start weg im vorderen Feld etablieren. Dank unserer Entscheidung in der Klasse A6-AM zu starten, konnten wir bis zu 120 Liter nachtanken, was uns taktisch half“, sagte Johannes Kirchhoff. „Trotz der kleinen Standzeit in der Anfangsphase hatten wir 1,5 Stunden vor dem Ziel sogar noch Siegchancen in der Klasse AM. In meinem letzten Stint begannen bereits die Lenkungsprobleme und ich hoffte, es würde reichen, ein bisschen Öl nachzugießen. Dem war leider nicht so. Kämpfen lohnt sich im Motorsport, das haben wir hier bewiesen!“

Foto Creventic

Gustav Edelhoff: „Paul Ricard ist eine tolle Strecke mit vielen schnellen Passagen und großen Auslaufzonen, die Fehler verzeihen, ohne gleich die Leitplanken zu berühren. Ein Riesenkompliment gilt Elmar, der noch Stunden nach dem Rennen Krämpfe in den Unterarmen hatte. Hut ab vor dieser Leistung!“

„Es war ein richtig geniales Rennen und megaspannend“, sagte Ingo Vogler, der während des Rennens keine Minute schlief. „Ab der fünften Rennstunde kam es mir wie ein Sprintrennen vor. Es ging um jede Runde, um jede Sekunde. Mein persönliches Highlight war die Anfangsphase, denn erstmals bin ich in der 24h-Serie den Start gefahren. Ich konnte allen Rempeleien aus dem Weg gehen und einige Positionen gutmachen.“

Foto Creventic

„Vom ersten Training an waren wir in der AM-Klasse konkurrenzfähig“, freute sich Max Edelhoff. „Aufgrund des größeren Tankinhaltes konnten wir bis zu sieben Runden länger fahren als die Profiteams, was uns im Gesamtklassement natürlich geholfen hat. Dafür durften die Rundenzeiten nicht schneller als 2.13 Minuten sein. Ich war nachts mehrfach schneller, aber zum Glück durften wir ja bis zu zehn Joker verbrauchen.“

Vom 2. bis 4. September geht es für das PoLe Racing Team weiter: Dann steht das 24 Stunden-Rennen in Barcelona auf dem Programm.

Abdruck honorarfrei - Fotos: Klaus Kuhne (01 und 02) und Michel Ragache (03)















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Sonntag, 17. Juli 2016

Platz 2 in der Klasse und Platz 5 gesamt

Elmar fährt auf Platz 2 in der Klasse und Platz 5 gesamt.

Und das ohne Servolenkung. Ein Riesenjob, den er da in den letzten 1:40 h gemacht hat.


Der Kommentator:
"Car Collection with Elmar Grimm has no power steering and is keeping amazingly under 2:20."

"I can't believe, that he is doing this without or with just a little power steering. He is unbelievable!"

WolKe

Flash and dash

Johannes tankt voll und bekommt neue Reifen, da in der Code 60 Phase lediglich 60 l getankt werden durften.
Noch 2,19 h.

Fahrer- und Bremsbelägewechsel

Noch 3,5 Stunden.....

Update Fahrerwechsel


Position um 9:31 Uhr


12. Boxenstop

Nach 407 Runden übernimmt Ingo Vogler das Lenkrad des Audi R8 LMS.

Update 6:10 Uhr


11. Boxenstop

Nach 365 Runden Wechsel vom Sohn Max Edelhoff auf den Vater Gustav Edelhoff. Noch 8.30 h bis ins Ziel.

Flash and dash

In einer Code 60 Phase nach 343 Laps nachgetankt und Reifen gewechselt. Max Edelhoff macht 2 Stunden Lenkzeit voll.

Gleich wird es wieder hell


Zwischenstand nach 14 Stunden

Das Pole Racing Team mit #34 hat mit dem Audi R8 LMS bislang 330 Runden auf dem Circuit Paul Ricard absolviert und liegt derzeit auf dem 5. Gesamtrang und dem 2. Platz in der SP6 Wertung.

Update 4:10 Uhr


Update Fahrerwechsel

9. Boxenstop

Nach 316 Runden von Johannes Kirchhoff planmäßig auf Max Edelhoff gewechselt.

8. Boxenstop

Es läuft bislang alles planmäßig. Nach 278 Runden Fahrerwechsel von Elmar Grimm auf Johannes Kirchhoff.